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Karat – Weitergeh’n

Karat - WeitergehnLange hat es gedauert, dass sich Karat nach dem tragischen Tod von Sänger Herbert Dreilich (2004) und den Streitereien um die Bandnamensrechte wieder an ein neues Album gewagt haben. Was Dreilich-Sohn und -Nachfolger Claudius und seine Kollegen dabei auf die Beine gestellt haben, verdient allen Respekt.

Unter der “Regie” von Produzent und Arrangeur André Kuntze haben Karat in der Besetzung Claudius Dreilich, Martin Becker, Michael Schwandt, Christian Liebig und Bernd Römer mit Weitergeh’n ein Comeback- und Jubiläumsalbum (man feiert ja gerade 35 Jahre Karat) hingelegt, das die alten Fans mit Sicherheit beglücken wird und sich abseits popmusikalischer oder gar ostalgischer Peinlichkeiten bewegt.

Für die Kompositionen zeichneten weitestgehend Becker und Dreilich verantwortlich, mit “Der letzte Countdown” wurde aber auch eine Franz Bartzsch-Nummer, die 2006 unter dem gekürzten Bandnamen K…! schon mal als Single herauskam, noch einmal aufs Album genommen – wohl auch, um Bartzsch eine letzte Ehre zu erweisen. Ebenso ist die damalige B-Seite “Melancholie” als Bonustrack enthalten.

Der Albumtitel darf derweil wohl gern auch als Motto herhalten: “Es wird weitergeh’n / Schau nicht mehr zurück / Einfach weitergeh’n, jeden Tag ein kleines Stück”, wie es im Titelsong heißt, trifft die Situation bei Karat selbst ganz gut. “Steh wieder auf” zielt in eine ähnliche Richtung und ist gleichzeitig ein fast schon ungeahnt rockiger Opener der Platte. Feuerzeugtaugliche Balladen gibt es freilich auch, das war zu erwarten.

Die beste Nachricht, die Weitergeh’n aussendet, ist freilich: Mit Karat ist noch immer zu rechnen. Und das nicht nur als nostalgische Nummernrevue, sondern nun endlich auch mit frischem Material. So darf es ruhig weitergeh’n…

Karat, Weitergeh’n (A&F Music/ Edel), VÖ: 09.04.2010

Weiterlesen: Karat Konzerte 2010

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3 Kommentare

  1. der rezension kann ich nur zustimmen. die neue karat cd “weitergehen” ist ihr geld wert und zeigt, dass die band noch lange nicht aufs abstellgleis gehört. ich hoffe sie machen noch lange so weiter!

  2. schade…

    … das album plätschert musikalisch fast nur so vor sich hin…

    einzihe highlights sind “nie zu weit” und “der letzte countdown”, die aber wohl beide schoon früher entstanden sind…

  3. naja, dass karat auch n bisschen älter geworden sind und deshalb nicht gerade mehr jugendliche frische ausstrahlen, ist ja normal. aber gibt sehr viel schlechtere ostrock platten der neuzeit.

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