Masken: Wenzel singt Christoph Hein

Hans-Eckardt Wenzel ist ja seit jeher der große Lyriker unter den ostdeutschen Liedermachern. Nun aber hat er sich der Dichtungen Christoph Heins angenommen, was insofern ein wenig überrascht, da dieser eben vor her noch keine Gedichte veröffentlicht hatte, sondern für Romane, Theaterstücke oder Essays bekannt wurde.

Wenzel betätigt sich also als einer, der Schätze hebt. Dabei sind die enthaltenen Texte keineswegs leichte Kost. Es geht oft um Verlust, denn Heins Frau Christiane starb 2002 an Krebs und der Künstler verarbeitete seinen Schmerz lyrisch.

Wenzel nimmt sich des Materials entsprechend behutsam an, lässt den humor außen vor, spendet eher Trost. Wobei er keineswegs immer der textlichen Stimmung folgt, sondern diese auch ins Gegenteil zu drehen weiß – es gibt halt auch Ebenen, die man erst entdecken muss.

Masken – Wenzel singt Christoph Hein (Matrosenblau / Indigo), VÖ: 24.04.2009

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