Ostdeutsche Beatmusik: Bands / Musiker Übersicht

Beatmusik in der DDR war besonders bei den damaligen Jugendlichen beliebt. Bands, wie die Butlers oder Team 4 waren Kult und hatten unabhängig von den westlichen Beat-Einflüssen der Rolling Stones ihren eigenen Stil. Weitere Infos zu Beat-Bands und Musikern hier.

Die Beatmusik existierte offiziell nur sehr kurz. Ab Anfang der 60er Jahre war sie populär und vor allem von den jugendlichen Zuhörern und Musikern sehr geschätzt. Auch die Oberhäupter der DDR sahen zuerst nur Gutes in der Beatmusik. Sie akzeptierten diese vor allem, da sie erkannten, so die Jugend für sich gewinnen zu können. Die Lage spitzte sich zu und eskalierte, als die „Rolling Stones“ auf der „Westberliner Waldbühne“ um 1965 auftraten: Nahezu alle Beatbands wurden verboten. Das gefiel den Jugendlichen natürlich gar nicht und sie riefen zu einer Demonstration auf, die heute als die „Leipziger Beataufstände“ bekannt sind. Diese wurde gewaltsam unterbunden und hatten keinen Erfolg, was die Entscheidung zum Beat-Verbot anging.

Bekannte Beatbands und Musiker aus der DDR

The Butlers (1958-1965; 1992-heute)
The Butlers existieren seit 1958 unter verschiedenen Namen. Die Band spielte westliche Beatmusik und bekam deswegen 1965 ein Auftrittsverbot. Im Jahre 1992 feierte die Band ihr Comeback und gibt seitdem wieder Konzerte.

Franke Echo Quintett (1959-1965; 2000er-heute)
Auch die Erfolgsgeschichte des Franke Echo Quintetts wurde durch das systematische Aufhalten der Beatbewegung der DDR Mitte der 1960er gestoppt.
Zu Ehren des legendären Dieter Franke tat sich um die 2000er eine Gruppe aus sechs Musikern zusammen um die 1960er mit kraftvollem Gitarrenspiel, das auch Dieter Franke zu Eigen war, aufleben zu lassen.

Sputniks (1963-1966; 1996-heute)
Die Sputniks sind durch eine Fusion der Bands „Telstars“ und „Big Town Boys“ entstanden. Den strengen Kontrollen der DDR, die durch Ausschreitungen bei einem Konzert der „Rolling Stones“ (1965) hervorgerufen wurden, konnte die Band nur ein Jahr lang stand halten.
Schon nach 1997, einem Jahr nach ihrem Comeback, brachte die Band ihre erste Single „Re-Entry“ raus. Ihr größter Auftritt war 2005 auf dem Festival in Wacken.

Diana Show Quartett (1963-1966)
Die kurze Erfolgsgeschichte der Band, die den Stil der Rolling Stones nachahmte, wurde durch das politische System immer wieder umgestaltet und später auch durch das gezielte Einziehen bestimmter Musiker beendet. Die übrigen Mitglieder der Band, die von Achim Mentzel gegründet wurde, setzten ihre Karriere in anderen Bands fort.

Team 4 (1964-1973)
Der Komponist Thomas Natschinski gründete mit drei weiteren Musikern, denen später zwei weitere hinzukamen, diese Beatband. Schon ein Jahr nach der Gründung musste sich die Band in „Thomas Natschinski und seine Gruppe“ umbenennen, da der englisch klingende Name „Team 4″ von der Leitung der DDR nicht gebilligt wurde. Ihren größten Hit landete die Band 1970 mit „Mokka-Milch-Eisbar“.

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