Ostdeutsche Klassik

Musiker ostdeutscher Klassik sind oftmals von internationalem Rang. Darunter zählen Klassik-Komponisten der DDR wie Hanns Eisler und Georg Katzer oder Dirigenten wie Kurt Masur und Herbert Kegel.

Die klassische Musik nahm in der DDR eine sehr bedeutende Rolle ein. Anders als im Westen Deutschlands, in dem das Interesse an klassischer Musik zu dieser Zeit abnahm, war die klassische Musik ein beliebtes Kulturgut im Osten Deutschlands. Vor allem die Musiker Hanns Eisler und Kurt Masur waren nicht nur national, sondern auch international bekannt. Auch nach Ende des Krieges wurde die klassische Musik durch den Wiederaufbau zahlreicher Opernhäuser, Theater und anderer Kulturstätten unterstützt. Dieser Ost-West-Unterschied ist noch heute bei dem Vergleich der Kulturstätten zweier Städte direkt offensichtlich.

Ostdeutsche Klassik – Übersicht

Hanns Eisler (1898-1962)
Hanns Eisler war bekannt als Komponist von Kampfliedern. Der Schüler Arnold Schönbergs emigrierte aufgrund der politischen Situation in Deutschland in die USA. Als er 1950 zurückkehren konnte, schrieb er auf Basis des Gedichtes Johannes R. Bechers die Nationalhymne der DDR.

Herbert Kegel (1920-2005)
Herbert Kegel war ein vor allem in Japan bekannter Dirigent. In Folge einer Kriegsverletzung musste er seinen Traum von einer Karriere als Pianist frühzeitig aufgeben. Stattdessen lernte er das Dirigieren bei Karl Böhm, der ihm zu entscheidenden Teilen zur Berühmtheit verhalf.

Kurt Masur (1927-heute)
Inspiriert durch seine Schwester fing auch Kurt Masur mit 10 Jahren das Klavierspiel an. Allerdings stellte ein Arzt sechs Jahre später Probleme mit einem seiner Finger fest. Somit fasste er den Entschluss Dirigent zu werden und nahm 1948 die erste Stelle in dieser Funktion an.

Günter Kochan (1930-2009)
Günter Kochan war ein Komponist und Schüler Hanns Eislers. Er komponierte Volkslieder, wie „Wenn ich ein Vöglein wär“ oder „Wir lieben unsere Heimat“, die teilweise bis heute noch vielen aus der Kindheit bekannt sind.

Georg Katzer (1935-heute)
Georg Katzer ist eine begabter Schüler seines Vorbildes Hanns Eislers und durch diese Prägung ebenfalls Komponist geworden. Als begeisterter Pionier der elektronischen Musik gründete er 1980 das „Studio für elektronische Musik“.

Gruppe Neue Musik „Hanns-Eisler“ (1970-1993)
Mit der Besetzung Oboe, Englischhorn, Posaune, Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Schlagzeug fällt die Gruppe unter die Bezeichnung Kammermusik-Ensemble. Zwei Personen waren für das Ensemble besonders von Bedeutung: Friedrich Schenker und Burkhard Glaetzner.

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