Ostdeutscher Swing

Bekannte Musiker des ostdeutschen Swings waren unter anderem Günther Fischer und Uschi Brüning. Weitere Musiker und Bands in der Übersicht.

Bekannte Musiker und Bands des ostdeutschen Swings

Fips Fleischer (1923-2002)
Fips Fleischer, der als Swing-Legende gilt, war Schlagzeuger im „Rundfunktanzorchester Leipzig“, unter Leitung Kurt Henkels. Mit 34 Jahren gründete er selbst eine Band und leitete 18 Jahre die Fachhochschule für Musik in Leipzig. Sein größter Hit war „Pinguin-Mambo“.

Dresdner Tanzsinfoniker (1946-1988)
Der Name dieser Band sagt viel über ihren Spielstil aus: Jazz- und Tanzmusik mit sinfonischen Elementen.
Die Herausragenden Solisten Günter Hörig, Günter Karpa, Friwi Sternberg und Walter Hartmann machten die Musik mit äußerster Spielpräzision zu einem wahren Genuss. Auch international waren die Dresdner Tanzsinfoniker bekannt.

Klaus Lenz (1940-heute)
Klaus Lenz spielt seit seinem 14. Lebensjahr Trompete und machten seine ersten Banderfahrungen in der Eberhard Weise-Combo. Schon mit 21 Jahren gründete er eine eigene Band namens „Quintett 61″. Ein Jahr nach der Gründung wurde die Band zum Sextett erweitert. Klaus Lenz bewegte unter anderem auch Günther Fischer dazu, in seiner Band zu spielen. 1976 musste er seine musikalische Tätigkeit beenden, da die Führung der DDR ihn aus politischen Gründen verfolgte.
Hermann Anders konnte ihn 2009 dazu bewegen, ein Comeback zu planen. Dies fand 2010 statt, wo eine Tour durch fünf Städte Ostdeutschlands geplant war.

Johannes „Hansi“ Biebl (1945-heute)
Johannes „Hansi“ Biebl spielte in vielen beliebten Bands der damaligen Zeit als Gitarrist, Sänger und Komponist mit. Nicht nur Blues, sondern anfangs auch Rock war seine Musikrichtung. Die berühmteste Band, in der er spielte war die „Atlantics“ neben den Bands „Modern Septett“ und „4 PS“, in denen er zeitlich gesehen nacheinander spielte. Blues spielte er zuerst mit seiner 1975 gegründeten Band „Hans-Biebl-Blues-Band“, die sich schon nach einem Jahr auflösen musste und mit der „Hansi-Biebl-Band“, die er 1978 gegründet hatte.

Uschi Brüning (1947-heute)
Uschi Brüning, die in jungem Alter auch den Wunsch hatte Schlager zu singen, wurde neben Fips Fleischer zur bedeutendsten Person des Jazz in Ostdeutschland. Auch heute noch arbeitet sie mit vielen bekannten Bands, früher unter anderem mit dem Günther Fischer Quintett, zusammen, aber gründete 1975 auch eine eigene, nach ihr benannte Band.

Stefan Diestelmann (1949-2007)
Seit Stefan Diestelmann als Schuljunge die Musikrichtung des Blues für sich entdeckt hatte, arbeitete er daran, sich selber das Singen, Gitarre spielen, Mundharmonika spielen und das Komponieren beizubringen. Praktische Erfahrungen machte er mit vielen berühmten Musikern und spielte mit vielen Amateurbands zusammen, die jedoch seinen musikalischen Neigungen nicht immer entsprachen. Deswegen gründete er 1977 die Band „Stefan Diestelmann Folk Blues Band“, mit der er trotz politischer Verfolgung Auftritte hatte. 1984 zog er in die BRD, wo er unbekannt war und deswegen auch nicht mehr ein „Hallenfüller“ war. Deshalb beendete er seine Karriere.

Günther Fischer Quartett (1967-heute)
Anfangs als Quartett gegründet wurde aus dieser Jazzband 1969 ein Quintett und 1979 zum Sextett, das sich jedoch wieder in ein Quintett auflöste. Als Quintett gibt die Band noch heute Konzerte. Der Leader der Band, Günther Fischer, komponierte nicht nur Jazz Lieder, die er mit dieser Band spielte, selbst, sondern auch einige Filmmusiken.

Modern Soul Band (1968-heute)
Die „Modern Soul Band“ wurde 1968 unter dem Namen „Modern Septett“ gegründet. Aus dem Septett wurde ein Oktett, nachdem ein Posaunist zu den Gründungsmitgliedern dazu stieß. Deswegen benannte sich das Oktett in „Modern Soul Band“ um. Die Band kooperierte vor allem in den 80er Jahren mit vielen Gastsängern und der „Klaus Lenz Band“ und gab auch Konzerte im Ausland. Ihr 35 jähriges Bühnenjubiläum feierte die Band mit den ehemaligen Aktivisten in der Band.

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